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Wissen zu Elektroautos

Häufig gestellte Fragen

Ein Elektroauto-Kunde kann sein Fahrzeug bei jedem Servicebetrieb der entsprechenden Marke in die Werkstatt geben. Bei Arbeiten, die Expertenwissen oder spezielles Werkzeug erfordern, wird das Fahrzeug in eine entsprechend ausgestattete Werkstatt verbracht und zurückgebracht.

Ja, jeder elektrische Verbraucher hat Einfluss auf die Reichweite.

Ja, die grüne Plakette wird für die Einfahrt in Umweltzonen immer benötigt.

Elektroautos unterliegen keinen Beschränkungen bei der Zufahrt zu Tiefgaragen oder anderen Orten.

Nein, es sind keine besonderen Sicherungsmaßnahmen beim Abstellen von Elektroautos in Garagen notwendig.

Nein, für Elektroautos ist das Parken während des Ladevorgangs frei.

Ja, Elektrofahrzeuge mit Zulassung bis 31.12.2020 fahren 10 Jahre lang Kfz-Steuer frei.

Infrastruktur & Laden

Nein, das ist unproblematisch. Eine „Überladung“ der Batterie ist nicht möglich.

ICCB bedeutet „in-cabel control box“ und bezeichnet eine Box, die die Kommunikation zwischen Ladeanschluss und Elektroauto übernimmt. Sie ist bei Mode 2-Ladekabeln zwischen Fahrzeug- und Anschlussstecker geschaltet.

Für das Laden von Elektroautos gibt es zwei unterschiedliche Ladekabel: das „Mode 2-Ladekabel“ und „Mode 3-Ladekabel“. Mode 2-Ladekabel werden werkseitig mitgeliefert und dient dem Notladen an der Haushaltssteckdose. Mode 3-Ladekabel dienen der Verbindung zwischen Ladestation und Elektroauto.

Es gibt Ladestecker Typ 1 und Typ 2. In Europa hat sich der Stecker Typ 2 als Standard durchgesetzt, somit benötigen Sie zum Laden an einer Wallbox oder Ladestation ein Mode 3-Ladekabel mit einem Typ 2-Stecker.

AC ist die Abkürzung für Alternating Current und ist die englische Bezeichnung für Wechselstrom. DC steht für Direct Current und ist das Pendant zum deutschen Gleichstrom. Da Akkus Gleichstrom speichern, aber aus deutschen Steckdosen Wechselstrom (AC) kommt, muss dieser für das Laden von Elektroautos zunächst in Gleichstrom (DC) umgewandelt werden.

Diese sogenannten Schnellladestationen (DC) laden mit einer Leistung über 22 kW. Sie transformieren den Wechselstrom durch einen Gleichrichter direkt in der Station und geben den Gleichstrom danach an die Batterie weiter.

DC-Laden empfiehlt sich für lange Fahrten ohne Zwischenstopp. AC-Laden ist gut geeignet, wenn Sie länger als 20 Minuten parken.

 

Mythen über E-Mobilität

Mit Ihrem Elektroauto können Sie im Normalfall – und bei Beachtung der Hinweise – nicht mehr liegen bleiben, denn es macht Sie rechtzeitig darauf aufmerksam, wenn der Stromspeicher fast leer ist. Zusätzlich schaltet Ihr Fahrzeug automatisch in den energieoptimierten Modus. Hinzu kommt, dass das Netz an Ladestationen in den nächsten ein bis zwei Jahren exponentiell wachsen wird und Ihr Navigationssystem Sie ganz bequem zur nächsten Ladestation führt.

Wie lange Sie für eine vollständige Ladung brauchen, hängt von der Ladestation ab. Zu Hause mit einer Wallbox können Sie mit 11 kW jede Nacht Ihr Elektroauto volladen1. An den öffentlichen Schnellladestationen lädt Ihre Batterie aufgrund der höheren Ladeleistung noch schneller.

1 Die Dauer bis zum vollständigen Laden deiner Batterie hängt beim AC-Laden (einphasig oder dreiphasig) wie beim DC-Laden (aktuell 50kW bis über 100 kW) von der Leistung der Ladeinfrastruktur, aber vor allem auch dem Ladezustand deiner Batterie und den Außentemperaturen ab. Generell empfiehlt sich zur Optimierung der Lebensdauer der Batterie, diese nicht immer komplett vollzuladen.

 

Elektroautos gelten heute noch als kostenintensiv. Der Anschaffungspreis ist aktuell tatsächlich noch etwas höher als bei einem vergleichbaren Benziner oder Diesel. Grund dafür sind die höheren Herstellungskosten der Batterie. Förderprämien, Steuervorteile sowie niedrigere Verbrauchskosten und die weniger wartungsintensive Technik der Elektrofahrzeuge gleichen die Mehrkosten aber partiell wieder aus.

Eines der häufigsten Vorurteile ist, dass man mit einem Elektroauto nicht weit fahren kann. Dabei ist das längst überholt. Denn die Reichweiten der neuen Elektroautos, beispielsweise der ID. Familie, auf Basis des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) sind viel höher als gedacht. Mit den neuen Elektroautos sind Reichweiten von ca. 330 bis über 550 km im WLTP1 realisierbar – abhängig von Batteriegröße, Bereifung und Bodystyle des jeweiligen Fahrzeugs.

1 Prognosereichweite für das Durchfahren der Zyklen nach der Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure (WLTP) auf dem Rollenprüfstand (kein Serienstand). WLTP-Reichweitenwerte für Serienfahrzeuge können ausstattungsbedingt abweichen. Die tatsächliche Reichweite weicht in der Praxis abhängig von Fahrstil, Geschwindigkeit, Einsatz von Komfort-/Nebenverbrauchern, Außentemperatur, Anzahl Mitfahrer/Zuladung, und Topografie ab. Je nach Nutzungsprofil werden 80 % der Fahrer dennoch zwischen 230 und 330 km bei der kleineren Batterievariante (45 kWh, netto), zwischen 300 und 420 km bei der mittleren Batterievariante (58 kWh, netto) und zwischen 390 und 550 km bei den größten Batterievariante (77 kWh, netto) ohne nachzuladen fahren können.

Schon als Kind haben wir gelernt, dass Strom gefährlich ist. Besonders in Kombination mit Wasser. Trotzdem ist es völlig unbedenklich, ein Elektroauto zum Beispiel bei Regen zu laden. Denn wenn Batterie und Ladestation der Norm entsprechen, fließt kein Strom, bevor der sichere Kontakt hergestellt ist. Sie können auch problemlos durch die Waschanlage fahren oder die Motorhaube öffnen, wenn es regnet. Auch bei einem Gewitter ist Ihr Elektroauto genauso sicher, wie jedes andere auch.

Der einfachste Weg, morgens mit einem voll aufgeladenen Elektroauto in den Tag zu starten, ist eine Ladestation vor der eigenen Haustür. Das ist nicht nur eine Option für Hausbesitzer, sondern auch für Garagen von Mehrfamilienhäusern. Hier können Sie nämlich eine sogenannte Wallbox installieren und brauchen nur das Ladekabel an Ihr Elektroauto anschließen. Sie können natürlich auch das mitgelieferte Kabel zum Aufladen nutzen. Dauert zwar etwas länger, funktioniert aber genauso einfach.

Die Versorgung in Deutschland ist flächendeckend im Aufbau und die Zahl der öffentlichen Ladestationen wächst exponentiell schnell. Wenn Sie beispielsweise in der Stadt unterwegs sind, finden Sie in Parkhäusern, vor Einkaufsläden oder in Shopping Malls bereits zahlreiche Möglichkeiten zum Laden. Zudem bieten immer mehr Arbeitgeber ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Fahrzeuge an betriebseigenen Ladestationen aufzuladen. Auch auf langen Strecken wird das Tanken von Strom bequem möglich sein. An den Autobahnen und Hauptverkehrsachsen in ganz Europa baut IONITY, das Joint-Venture der deutschen Autoindustrie und Ford, neben vielen anderen Versorgern und Energieunternehmen ein dichtes Netz an Schnellladestationen auf.

Grundsätzlich sind die Batterien auf ein ganzes Autoleben ausgelegt. Volkswagen bspw. garantiert für acht Jahre oder 160.000 Kilometer eine Mindestkapazität der Batterie von 70 Prozent – unabhängig vom Ladeverhalten. Dafür wird eine Menge getan: Die Batterien werden aktiv gekühlt bzw. gewärmt, das Batterie-Managementsystem balanciert zudem die einzelnen Zellen aus. So arbeitet die Batterie immer im bestmöglichen Betriebsbereich.

Ist die Lebensdauer irgendwann doch überschritten, kommt eine Batterie keineswegs als Sondermüll auf eine Deponie, sondern wird recycelt. In Salzgitter eröffnet Volkswagen in diesem Jahr die erste Pilotanlage für das Batterie-Recycling. Das Ziel: wertvolle Rohstoffe in die Prozesskette der Herstellung zurückführen. Dazu gehören vor allem Nickel, Mangan, Kobalt und Lithium.